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Durchhaltevermögen von der Stange

Aktualisiert: 20. Juli 2023

Nein. Durchhaltevermögen ist kein Produkt, was du im nächsten Supermarkt mal eben in den Einkaufswagen wirfst.

Warum dann von der Stange?

Hierzu möchte ich dir wieder eine kurze Geschichte aus meinem Leben erzählen.



BEATE GOES POLE DANCE. UND WAS ICH DABEI ALLES FÜR MICH HERAUSZIEHEN KONNTE:

es war genauso amüsant wie es klingt. Ich hing an der Stange.


Natürlich nicht sofort. Aber getreu dem Motto „Hinfallen. Aufstehen. Krone richten. Weitergehen.“ hab ich durchgehalten.


Aber lass uns zum Ursprung der Geschichte gehen, damit du am Ende verstehst, wieso mir der Kurs so viel gebracht hat.


Dieser außergewöhnliche Punkt auf meiner Bucket List war für mich enorm wichtig.

Ich liebe Tanzen. Ob völlig frei, zu verrückter Musik auf einer Party, Standard, Latein oder auch nach Choreografie.

Für mich bedeutet Tanzen der Ausdruck von Emotion.

Von Persönlichkeit.

Sich fallen zu lassen und voll der Musik und Bewegung hinzugeben.

Kopf aus. Move on.


Pole Dance geht für mich noch tiefer.

Du verbindest dich mit deinem Körper. Bringst ihn physisch an seine Grenzen.


Und auch mit deinem Kopf darfst du dich erstmal auseinandersetzen.

In einem Kurs voller gertenschlanker 20-Jähriger wirst du gehörig aus deiner Komfortzone gerissen.


Es kostet ohnehin Überwindung, etwas Neues auszuprobieren. Besonders etwas, bei dem es darum geht, dich zu präsentieren. Dich sexy und weiblich zu zeigen. Und auch zu fühlen.

Das ist ziemlich intim.


Ich habe zu meinem Vorhaben mehr als einmal gehört, wie verrückt das klingt.


Aber gesagt, getan. Ich habe mir einen Kurs gesucht, gebucht und meine innere Unsicherheit überwunden.


Aber worum geht es denn nun beim Pole Dance?


Aus meiner Sicht geht es um so viel mehr, als sich im knappen Höschen an der Stange zu räkeln.


Pole Dance ermöglicht es dir, deinen Körper auf eine künstlerische und kraftvolle Weise einzusetzen.


Mit Elementen aus der Akrobatik und dem Ballett schaffst du eine faszinierende Performance. Fernab von deinen Alltagsbewegungen, die sich womöglich auf Hinsetzen und Wiederaufstehen beschränken.


Ich habe mich dabei unglaublich lebendig gefühlt. Voller Energie. Meinen gesamten Körper habe ich intensiv wahrgenommen. Muskeln aktiviert, von denen ich nicht mal wusste, dass sie existieren.


Schönheit existiert in vielen Formen und Größen und mir ging es weniger darum, wie ich tatsächlich aussehe, als vielmehr darum, wie ich mich fühle.


Leidenschaft, Mut, Entschlossenheit und die Überwindung meiner eigenen körperlichen und mentalen Grenzen, haben mich regelrecht in einen Rausch versetzt.


Es ist ein Weg, um Selbstakzeptanz, Freude und das Streben nach Zielen zum Ausdruck zu bringen.

Und hier kann ich dir sagen, ich war froh, um mein Alter und meine Erfahrung.


Denn ich bin mir meinem Körper bewusst. Ich nehme mich selbst nicht zu ernst. Fühle mich weiblich und attraktiv. Entsprechend konnte ich mit einer gewissen Lockerheit an die Sache rangehen, während meine jungen Mittänzerinnen unsicher und versteift waren.


Ich war am Ende quasi unser 'Running Gag'. Besonders wenn es um Choreografie ging. Mehrfach runtergerutscht wie ein nasser Sack, habe ich mich durchgekämpft. Meinen Hintern zum Wackeln gebracht und die Hüften geschwungen.


WENN SONST NICHTS GEKLAPPT HAT: DARIN WAR ICH DIE QUEEN.

Ich habe also zwei Dinge aus meinen Pole Dance Sessions mitgenommen:

1. Authentizität und mich mit mir selbst wohlzufühlen.

2. Durchhaltevermögen.


Auf das Durchhaltevermögen würde ich gerne noch näher eingehen.


Das meiste, was du unbedingt willst, erreichst du nicht von jetzt auf gleich.


Wenn du das vierte, fünfte Mal das gleiche Bewegungselement versuchst und es dir einfach nicht gelingen will, ist das frustrierend.

Wenn es aber beim sechsten Mal endlich funktioniert, bekommst du diesen Kick.

Dieses Gefühl von Erfolg und Motivation durchströmt dich.


Und selbst, wenn dir bereits alles weh tut und du glaubst, keinen Finger mehr rühren zu können, willst du es wieder und wieder.

Du tust es so lange, bis dir dein Körper ein endgültiges Nein vermittelt.


Jetzt stell dir einmal vor: DAS lässt sich auf dein gesamtes Leben übertragen.


Du willst etwas? Dann hol es dir.


Du hast die Fähigkeit dazu. Alles steckt bereits in dir.


Das Einzige, was dir möglicherweise fehlt, ist dein Durchhaltevermögen.


Und weißt du, was hilft? Training.


Tja, von nichts kommt eben nun mal NICHTS.


Ich habe einige (schmerzvolle) Stunden damit zugebracht, die perfekte Figur an der Stange hinzubekommen.

Rückschläge gehören dazu und machen dich resilienter. Deine Frustrationstoleranz wächst.

Und wenn du einmal merkst, wie dich das Erfolgserlebnis durchströmt, willst du mehr davon.


Fang mit kleinen Zielen an und steigere dich sukzessiv.


So wächst dein Selbstbewusstsein auf gesunde Weise und du bewahrst dich vor zu großen Rückschlägen.


Denn sie werden kommen. Aber wenn du die Steine auf deinem Weg lieber als Aussichtspunkte nutzt, statt sie nur als Hindernisse zu betrachten, werden deine Ziele wieder sichtbar.


Und dann? Hüpfst du vom Stein und holst sie dir! Whoop whoop...


Alles Liebe für Dich,

Beate.



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